Öffnungszeiten:
Mo.-Do. 11:00-19:00 Uhr
Fr.-So. 9:00-19:00 Uhr
Reservierung:
T.: 06 11/18 17 17 30
Mo.-Fr. 9:00-17:00 Uhr
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Der Kochbrunnen

Der Kochbrunnen in Wiesbaden ist die bekannteste Thermalquelle der Stadt. Die Natrium-Chlorid-Thermalquelle war im 19. Jahrhundert Zentrum der Wiesbadener Trinkkur. Der Name „Kochbrunnen“ bezieht sich auf die Wassertemperatur von über 66 °C.

Die Quelle auf dem Kochbrunnenplatz wurde 1366 erstmals als Bryeborn (Brühborn) und 1536 als Syedenborn (Siedeborn) erwähnt. Der Kochbrunnen ist eine artesische Quelle, die jedoch heute durch eine Bohrung gefasst ist. Die Ergiebigkeit liegt bei etwa 360 Liter/Minute. Das Kochbrunnenwasser hat beim Austritt eine Temperatur von 66,1 °C, riecht schwach nach Schwefelwasserstoff und schmeckt stark salzig. Es ist klar, trübt aber nach 24 Stunden unter Luftzutritt gelblich ein. Der hohe Kohlensäuregehalt hält die Härte zunächst in Lösung, nach dem Entspannen des Wassers fällt sie aber als Calciumcarbonat aus. Die dabei oxidierenden Metalle färben den Sinter, die mineralischen Ablagerungen, rot ein.

Der Kochbrunnen ist eine der sogenannten Primärquellen Wiesbadens. Nur ein kleiner Teil des Wassers speist die Trinkstelle im Kochbrunnenpavillon und den „Kochbrunnenspringer“.

Um den Kochbrunnenplatz und den benachbarten Kranzplatz gruppierten sich einige der Wiesbadener Grandhotels: so das älteste Hotel Deutschlands, der bereits 1486 gegründete „Schwarze Bock“, das ehemalige „Palasthotel“ – es war das erste überhaupt mit Zimmertelefon – sowie das „Hotel Rose“, in dem seit September 2004 die Hessische Staatskanzlei untergebracht ist.

Zwischen der ehemaligen Wandelhalle am Westrand des Platzes und dem Kochbrunnenpavillon befand sich die im Zweiten Weltkrieg zerstörte, winkelförmig angelegte Trinkhalle.

Das Wasser des Kochbrunnens findet im Badhaus vielfältige Anwendungen.

Der Pool ist mit Kochbrunnenwasser gefüllt, besonders beliebt sind Einzelbäder im Kochbrunnenwasser in den traditionellen Boden-Steinwannen.